Maleki GmbH – KMU Projekt

Weiterentwicklung einer neuen, umweltfreundlichen, mineralischen Beschichtung, die einen Haftverbund auf glatten, nicht saugenden Untergründen ohne die bislang notwendigen Vorarbeiten gewährleistet.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuen, umweltfreundlichen, mineralischen Beschichtung, die einen Haftverbund auf glatten, nicht saugenden Untergründen ohne die bislang notwendigen Vorbehandlungen gewährleistet.

Entgegen dem aufgeführten Stand der Technik sollen im vorliegenden Projekt die Verbundhaftung verschiedener Mörtelsysteme auf reaktionsharzbasierten Beschichtungen, keramischen Belägen und Stahl ohne zusätzliche Zwischenschichten untersucht werden. Für den Bereich der Fließestriche und Bodenausgleichsmassen soll die Verbundhaftung direkt auf reaktionsharzbasierten Beschichtungen und keramischen Belägen ermöglicht werden. Dabei sollen keinerlei Haftbrücken oder Streugut verwendet werden. Hierzu sind umfangreiche Entwicklungen und Test notwendig.

Für eine praxisgerechte Beurteilung der beschriebenen Systemaufbauten sind das Alter bzw. die Abwitterung des zu beschichtenden Untergrunds und etwaige Vorbereitungsschritte mit in die Versuchsaufbauten einzubeziehen. Für den Bereich Stahl sollen kunststofffreie Silikatmörtel ohne Portlandzement gegen am Markt erhältliche PCC Mörtel und Korrosionsschutzsysteme getestet werden. Dabei sollen sowohl die Haftung auf Bewehrungsstahl und dem umgebenden Beton untersucht werden, als auch sonstige Oberflächen aus Stahl. Bei der Betoninstandsetzung oder beim allgemeinen Korrosionsschutz von Stahloberflächen nimmt die jeweilige Untergrundvorbereitung ebenfalls eine zentrale Rolle in der gesamten Anwendung ein. Für eine erfolgreiche Anwendung des jeweiligen Betonersatz- oder Korrosionsschutzsystems muss der Stahluntergrund unterschiedliche Oberflächenvorbereitungsgrade erfüllen. Die Vorbereitung der Stahloberflächen ist unter anderem in DIN EN ISO 8501-1 bzw. DIN EN ISO 12 944 geregelt, dabei sind im Bereich des Korrosionsschutzes nur reaktionsharzbasierte Beschichtungssysteme vorgesehen. Bei ausreichender Haftung zum metallischen Untergrund könnte hier die Grundlage für eine neue Klasse mineralischer Korrosionsprodukte gelegt werden, da Silikatmörtel sehr hohe Beständigkeit gegen viele Chemikalien, unter anderem aggressive Säuren, aufweisen.

Beschichtungsmörtel/Ausgleichsmassen mit höherem Kunststoffanteil sind schon lange im Markt bekannt, weisen aber doch einige Limitationen auf. Über die Modifikation mit unterschiedlichen Polymeren können die Eigenschaften des jeweiligen Mörtels positiv beeinflusst werden. Ähnliche Systeme werden in Sanierungsfällen und für die Beschichtung von Holzuntergründen eingesetzt. Allerdings neigen diese Systeme zur Rissbildung, sind nicht abriebfest, nicht witterungsbeständig (nicht für Außenbereiche geeignet) und neigen somit zu Ausblühungen sowie zu starker Anschmutzung.